Fastenimpulse

Siebte Woche


Impulse zur Fastenzeit

Mitarbeitende der Geschäftsstelle sowie aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen veröffentlichen hier wöchentlich Gedanken zur Fastenzeit - nach den biblischen Wochentexten der Aktion „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden" der evangelischen Kirche 2021.

Woche 7: Die große Freiheit (Markus 16, 1-4)

Von der Altvilligsterin Janika Diegel

„Was, wenn ich auf der Party niemandem begegne, um mich gut zu unterhalten? Was, wenn ich dann seltsam und allein blöd rumstehe? Eigentlich habe ich auch gar keine Lust hinzugehen.“1

„Was, wenn ich mir nach fünf Stunden Wanderung den Fuß verstauche und nicht mehr weiter kann? Mitten im Nirgendwo? Ohne Handy-Empfang? Vielleicht mache ich die große Wanderung besser doch nicht. So wichtig ist es mir nun auch nicht.“

„Was, wenn ich dem Job nicht gewachsen bin? Wenn ich feststellen würde, dass ich das alles gar nicht so gut kann? Wenn die neuen Kolleg*innen mich nicht mögen? Ich glaube, es klingt doch gar nicht so wundervoll. Traumjobs sind sowieso was für Träumer*innen. Und eigentlich ist mein Job jetzt ja gar nicht so schlecht.“

 


Sechste Woche


Impulse zur Fastenzeit

Mitarbeitende der Geschäftsstelle sowie aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen veröffentlichen hier wöchentlich Gedanken zur Fastenzeit - nach den biblischen Wochent6exten der Aktion „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden" der evangelischen Kirche 2021.

Woche 6: Richtungswechsel (Numeri 22,21–32)

Von Stipendiatin Lara Linderich

Der Esel – gemein hin gilt er als ein stures, dummes Tier. Kein Wunder, dass ein Besitzer sich entrüstet, wenn sein Esel nicht folgt. Er, der Esel, steht immer in der Konkurrenz zum Pferd, das ihm durch seine bessere Rittigkeit und seine Pferdestärke überlegen ist. In der Guten Nachricht Übersetzung ist der Bibeltext zum dieswöchigen Fastenimpuls jedoch mit „Die hellsichtige Eselin – Bileam wird gewarnt“ überschrieben. Und das ist nicht der einzige Punkt, der beim Lesen der Perikope verblüffen dürfte.

 


Fünfte Woche


Impulse zur Fastenzeit

Mitarbeitende der Geschäftsstelle sowie aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen veröffentlichen hier wöchentlich Gedanken zur Fastenzeit - nach den biblischen Wochentexten der Aktion „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden" der evangelischen Kirche 2021.

Woche 5: Geht doch! (Genesis 13,1–11)

Von Friederike Faß, Leiterin des Studienwerks

Abram und Lot trennen sich

1 So zog Abram herauf aus Ägypten mit seiner Frau und mit allem, was er hatte, und Lot mit ihm ins Südland. 2 Abram aber war sehr reich an Vieh, Silber und Gold. 3 Und er zog immer weiter vom Südland bis nach Bethel, an die Stätte, wo zuerst sein Zelt war, zwischen Bethel und Ai, 4 eben an den Ort, wo er früher den Altar errichtet hatte. Dort rief er den Namen des HERRN an. 5 Lot aber, der mit Abram zog, hatte auch Schafe und Rinder und Zelte. 6 Und das Land konnte es nicht ertragen, dass sie beieinander wohnten; denn ihre Habe war groß und sie konnten nicht beieinander wohnen. 7 Und es war immer Zank zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Es wohnten auch zu der Zeit die Kanaaniter und Perisiter im Lande. 8 Da sprach Abram zu Lot: Es soll kein Zank sein zwischen mir und dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Brüder. 9 Steht dir nicht alles Land offen? Trenne dich doch von mir! Willst du zur Linken, so will ich zur Rechten, oder willst du zur Rechten, so will ich zur Linken. 10 Da hob Lot seine Augen auf und sah die ganze Gegend am Jordan, dass sie wasserreich war. Denn bevor der HERR Sodom und Gomorra vernichtete, war sie bis nach Zoar hin wie der Garten des HERRN, gleichwie Ägyptenland. 11 Da erwählte sich Lot die ganze Gegend am Jordan und zog nach Osten. Also trennte sich ein Bruder von dem andern.

 


Vierte Woche


Impulse zur Fastenzeit

Mitarbeitende der Geschäftsstelle sowie aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen veröffentlichen hier wöchentlich Gedanken zur Fastenzeit - nach den biblischen Wochentexten der Aktion „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden" der evangelischen Kirche 2021.

Woche 4: Dir zuliebe? (1. Korinther 13, 4-7)

Von Stipendiat Jonathan Förderer

Die Liebe ist geduldig. Gütig ist sie, die Liebe. Die Liebe ereifert sich nicht. Sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf.

Sie hatten sich im Sommer kennengelernt und sehr gut verstanden. Es war keine Liebe auf den ersten Blick, aber eine geteilte Sympathie und das Gefühl sich in der Gegenwart der anderen Person wohl und geborgen zu fühlen. Zwar wohnten sie nicht am gleichen Ort und sahen sich nur selten, aber immer wenn sie dann wieder zusammen waren, schien es, als sei für sie keine Zeit vergangen. Ihre Liebe geduldete sich und wartete auf den richtigen Moment.


Dritte Woche


Impulse zur Fastenzeit

Mitarbeitende der Geschäftsstelle sowie aktuelle und ehemalige Stipendiat*innen veröffentlichen hier wöchentlich Gedanken zur Fastenzeit - nach den biblischen Wochentexten der Aktion „Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockaden" der evangelischen Kirche 2021.

Woche 3: Das Spiel mit dem Nein (Exodus 1,15–20)

Zwei Hebammen widersetzen sich einem Befehl. Sie nutzen den kleinen Spielraum, den sie haben. Regeln zu hinterfragen, Grenzen auszuweiten, widerständig zu sein – wir sind auf der Suche nach der inneren Freiheit, wo die äußere fehlt.

Von Studienleiter Dr. Marcus Nicolini

Die Bibel kann grausam sein. Als die Kinder Israels im Exil in Ägypten waren, kommt der neue Pharao, weil die Ägypter Angst vor dem sich stetig vermehrenden Volk Israel hatten, auf eine furchbare Idee. Zwei israelische Hebammen sollen alle neugeborenen Jungen töten und nur die Mädchen am Leben lassen. Doch die Hebammen waren Gott gehorsam, weiß die Bibel, und ignorierten den Befehl. Als sie gefragt werden, warum sie den Befehl des Pharaos missachtet haben, liefern sie eine vorgeschobene Begründung: Die Frauen Israels seien „voller Lebenskraft“, deshalb hätten sie ihre Kinder schon selbst zur Welt gebracht, bevor die Hebammen hätten tätig werden können.