FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Promotionsstipendium

Hinweis: Ab Anfang Oktober 2020 öffnen wir das ONLINE-Portal für die Bewerbungen in der Promotionsförderung. Bitte nutzen Sie ausschließlich diese Möglichkeit, um Ihre Bewerbung einzureichen.

Bitte lesen Sie sich sorgfältig unsere Hinweise zu den Voraussetzungen für eine Bewerbung und den Bewerbungsunterlagen auf unserer Homepage durch. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, möchten wir Ihnen mit den folgenden FAQ helfen.

Vor der Bewerbung

Wann ist der nächste Termin für meine Bewerbung?
1. Juni oder 1. Dezember

Ich bin nicht evangelisch. Kann ich mich trotzdem bewerben?
Ja. Das Evangelische Studienwerk nimmt in besonders begründeten Ausnahmefällen Promovierende auf, die nicht Mitglied der evangelischen Kirche sind. Die Gründe hierfür müssen schlüssig und die Bewerbung überzeugend sein. Bitte fügen Sie der Bewerbung ein Motivationsschreiben bei, aus dem hervorgeht, warum Sie sich beim Evangelischen Studienwerk bewerben und legen in diesem Zusammenhang bitte Ihre Gedanken zu Religion und Kirche dar.

Muss ich die deutsche Staatsangehörigkeit haben?
Nein. Promovierende, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen aber in Deutschland promovieren, können gefördert werden.

Muss ich zum Zeitpunkt der Bewerbung zur Promotion zugelassen sein?
Ja. Sie müssen die Zulassung (Berechtigung) zur Promotion nachweisen.

Muss ich während der Promotion eingeschrieben sein?
Nein, Sie müssen während der Promotion nicht eingeschrieben sein.

Ich habe mit meiner Promotion bereits vor einem halben Jahr an meiner Uni begonnen. Kann ich mich trotzdem noch bewerben?
Ja, eine Bewerbung ist möglich. Eine Förderung für Projekte in der Schlussphase erfolgt allerdings nicht.

Kann ich mein komplettes Promotionsstudium im Ausland absolvieren?
Ja, in begründeten Fällen können deutsche Staatsangehörige an einer Hochschule in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union, in Großbritannien oder in der Schweiz promovieren. Wir bitten Sie, der Bewerbung eine formlose Begründung für den Wunsch beizufügen.

Muss ich als ausländische*r Bewerber*in Deutschkenntnisse nachweisen?
Ja, ein Nachweis/Zertifikat über Deutschkenntnisse Niveau B2 oder DSH ist erforderlich.

Ich bin älter als 35 Jahre. Kann ich mich um ein Stipendium für die Promotion bewerben?
Ja. Bitte erläutern Sie im Lebenslauf Gründe für Ihren Wunsch zur Promotion.

Ist eine Bewerbung im Bereich Medizin möglich?
Eine Bewerbung mit einem veterinärmedizinischen Projekt ist möglich, biomedizinische Projekte werden nur dann zugelassen, wenn damit der Grad des Dr. rer. nat. (Dr. nat. med.) erlangt wird. Eine Promotion im Rahmen eines Medizinstudiums (Dr. med.) wird in der Promotionsförderung nicht unterstützt.

Werden bestimmte Fächer bei der Vergabe der Stipendien bevorzugt?
Nein. Wir freuen uns über Bewerbungen aller Fachrichtungen.

Ist eine Bewerbung als Künstler*in möglich?
Für Künstler*innen ist die Bewerbung mit einem künstlerisch-wissenschaftlichen Promotionsprojekt möglich, wenn der wissenschaftliche Anteil im Projekt überwiegt.

 

Die Bewerbungsunterlagen

Mein Abschlusszeugnis liegt noch nicht vor – kann ich mich trotzdem bewerben?
Ja, Sie können sich ohne Abschlusszeugnis bewerben, solange Sie uns eine möglichst vollständige Notenübersicht inkl. der Abschlussnote einreichen. Das Abschlusszeugnis kann in diesem Fall per E-Mail nachgereicht werden.

Müssen die Zeugniskopien beglaubigt sein?
Nein. Wir behalten uns die Anforderung beglaubigter Kopien vor.

Was muss bei meinem Zeugnis beachtet werden?

  • Das Zeugnis muss eine vollständige Notenübersicht enthalten.
  • Haben Sie Ihren Abschluss im Ausland erworben, so legen Sie bitte eine Übertragung in das deutsche Notensystem inkl. Ihrer Gesamtnote bei.
  • Die Gesamtnote muss mindestens »gut« und im Fach Jura »vollbefriedigend« sein.

Wenn mein Zeugnis nicht in englischer oder deutscher Sprache verfasst ist, kann ich dieses dann trotzdem einreichen?
Ja, aber es muss eine beglaubigte Übersetzung beigefügt werden.

Müssen die Gutachter*innen habilitiert sein?
Ja. Dies ist nur dann nicht notwendig, wenn der/die Gutachter*innen ohne Habilitation eine Professur innehaben und das Recht zur Betreuung einer Promotion besitzen, z.B. also eine Juniorprofessur oder Assistenzprofessur.

Was muss zwingend bei meinem Gutachten beachtet werden?

  • Die Gutachten können im Upload-Bereich hochgeladen werden oder direkt bei dem/der Gutachter*in angefordert werden. Hinweis: Der/die Gutachter*in erhält eine automatische E-Mail mit entsprechenden Zugangsdaten. Im Vorfeld sollten Sie bereits Kontakt mit Ihrer/m Gutachter*in aufgenommen haben.
  • Die Gutachten müssen mit Briefkopf und elektronischer Unterschrift ausgestellt sein.
  • Die Gutachten müssen die vollständigen Kontaktdaten des/der Gutachter*in enthalten.

Bitten Sie rechtzeitig um Ihr Gutachten, damit es fristgerecht bei uns eingeht!

Können die Gutachten nachgereicht werden?
Ja, dies ist möglich. Frist: bis 10. Juni bzw. 10. Dezember müssen diese vorliegen.

Wie lang sollen die Gutachten sein?
Das ist dem Gutachter überlassen. Das Gutachten soll – wenn möglich – alle auf dem Merkblatt [PDF] angesprochenen Punkte beantworten.

Muss das Exposé in deutscher Sprache verfasst sein?
Ja, das Exposé und die gesamte Bewerbung müssen in deutscher Sprache verfasst sein. Nur ausländische Bewerber*innen können in besonderen Fällen eine Bewerbung auf Englisch einreichen. Zusätzlich muss aber eine einseitige deutsche Zusammenfassung vorliegen.

Wann darf ein Exposé englischsprachig verfasst sein?
Wenn die Dissertation auf Englisch geschrieben wird, darf das Exposé auch von deutschsprachigen Bewerber*innen englischsprachig vorgelegt werden. Zusätzlich muss aber eine einseitige deutsche Zusammenfassung vorliegen.

Gibt es Auflagen bzgl. des Schriftbilds oder andere Vorgaben für das Exposé?
Bitte halten Sie sich an nachfolgende Formatierungsvorschriften:
- Schriftart: Arial
- Schriftgröße: 11
- Zeilenabstand: einfach
Alle Unterlagen müssen in deutscher Sprache erstellt werden.

Wie lang soll der ausführliche, ausformulierte Lebenslauf sein?
Wir erwarten max. zwei Seiten für den tabellarischen und drei Seiten für den ausformulierten Lebenslauf.

Müssen alle beruflichen/praktischen Tätigkeiten durch Zeugnisse belegt werden?
Nein, es genügt, wenn diese im Lebenslauf erwähnt werden.

Die Auswahl

Wann wird über die Bewerbungen entschieden?
Über die Bewerbung wird in einem mehrstufigen Verfahren entschieden. Die endgültige Entscheidung über die Aufnahme erfolgt durch das Evangelische Studienwerk nach der Sitzung des Promotionsförderausschusses, die dem Bewerbungstermin folgt (April oder Oktober).

Wann findet das Auswahlgespräch statt?
Das Auswahlgespräch findet im April oder Oktober statt. Sie werden über den genauen Termin der Auswahlgespräche zu Beginn des Verfahrens informiert.

Wann erfahre ich, ob ich zum Gespräch eingeladen werde?
Einige Tage vor den Auswahlgesprächen. Dies ist leider nicht früher möglich. Sie werden aber bereits zu Beginn des Verfahrens über das Datum der Gespräche informiert. Bitte merken Sie sich diesen Termin vor.

Was passiert, wenn ich den mir angebotenen Termin zum Bewerbungsgespräch nicht wahrnehmen kann?
Wir können leider jeder/jedem  Bewerber*in nur einen Termin anbieten. Einen Ausweichtermin im gleichen Verfahren gibt es nicht. Ggf. ist eine Übernahme in das nächste Verfahren möglich.

Wann werde ich über das Ergebnis des Auswahlgespräches informiert?
Die endgültigen Entscheidungen werden Ihnen etwa 14 Tage nach dem Auswahlgespräch mitgeteilt.
Sollten notwendige Gutachten zum Zeitpunkt des Auswahlgespräches noch nicht vorliegen, kann sich die Mitteilung über die Entscheidung der Aufnahme bzw. Ablehnung verzögern. Eine Übernahme der Bewerbung in das nächste Auswahlverfahren ist ggf. nicht ausgeschlossen.

Erfahre ich Gründe für eine Ablehnung oder Aufnahme?
Nein, Gründe werden von uns nicht genannt, da es sich um ein vergleichendes Verfahren handelt, das auch persönliche Daten betrifft. Bitte verzichten Sie auf telefonische Nachfragen.

Was passiert nach einer Ablehnung mit meinen Bewerbungsunterlagen?
Alle in der EDV gespeicherten Daten werden nach einem halben Jahr gelöscht.

Kann ich mich wiederbewerben?
Nein, nur nach expliziter Aufforderung.

 

Die Förderung

Für wie viele Semester erhalte ich maximal eine Promotionsförderung?
Das Stipendium wird zunächst für die Dauer von zwei Jahren bzw. vier Fördersemestern gewährt. Verlängerungen um weitere zweimal sechs Monate (entspricht ein 5. Fördersemester und ein 6. Fördersemester) sind möglich. Eine weitere Verlängerung aufgrund von Kinderbetreuungszeiten, Behinderungen oder chronischer Erkrankung sowie Pflege eines nahen Angehörigen sind ebenfalls möglich.

Welche Verpflichtungen habe ich als Promotionsstipendiat*in?
Für alle neu aufgenommenen Promotionsstipendiat*innen ist es verpflichtend, innerhalb des ersten Jahres der Promotionsförderung an einem der beiden Promovierendentreffen teilzunehmen. Zudem muss nach dem ersten Förderjahr ein Zwischenbericht eingereicht werden. Nach Beendigung der finanziellen Förderung müssen eine Kopie der Promotionsurkunde sowie ein gedrucktes und ein elektronisches Exemplar der Dissertation eingereicht werden.

Darf ich parallel zum Promotionsstipendium eine Stelle als wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in an der Universität annehmen?
Ja, allerdings sind die zusätzlichen Nebenbestimmungen zur Förderung begabter Studierender sowie begabter Nachwuchswissenschaftler*innen des BMBF zu beachten

Wie viele Stunden darf ich zusätzlich arbeiten?
Mit dem Promotionsstipendium darf pro Woche maximal 1/8 der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit gearbeitet werden. Liegt die Tätigkeit im wissenschaftlichen bzw. disziplinären Bereich der Doktorarbeit, so ist sie mit der Förderung kompatibel, wenn diese 1/4 der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit nicht überschreitet.

 

Förderbeginn

Dem Studienwerk ist es wichtig, dass die Förderung nach Erhalt einer Zusage so früh wie möglich aufgenommen wird. Das bedeutet für die Aprilauswahl rückwirkend zum 1. April und für die Oktoberauswahl rückwirkend ab 1. Oktober. Hinweis: Falls Sie Kündigungsfristen einhalten müssen, dann wünschen wir die Annahme bis spätestens drei Monate nach unserer Zusage.