Nachruf Otto Freiherr von Campenhausen
Das Evangelische Studienwerk hat mit großem Bedauern vom Tod seines ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Otto Freiherr von Campenhausen, Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) a.D., erfahren. Er starb am 3. Mai 2026 im Alter von 94 Jahren.
Der am 7. Februar 1932 geborene Otto Freiherr von Campenhausen war 26 Jahre lang haupt- und ehrenamtlich für die Evangelische Kirche in Deutschland tätig. Von 1971 bis 1989 war er Mitglied der EKD-Synode und gehörte von 1979 bis 1985 dem Rat der EKD an. Der Jurist war von 1989 bis 1997 Kirchenamtspräsident – in seine Amtszeit fiel die Vereinigung der evangelischen Landeskirchen in Ost- und Westdeutschland. Er war maßgeblich an der Gestaltung der Evangelischen Kirche in Deutschland beteiligt. Die EKD trauert »um eine prägende protestantische Persönlichkeit.«
Otto Freiherr von Campenhausen studierte Jura in Marburg und Kiel und wurde von 1952 bis 1956 vom Evangelischen Studienwerk gefördert. Er arbeitete von 1957 bis 1989 als Jurist im Dienst des Landes Schleswig-Holstein, unter anderem als Vizepräsident des Landgerichts in Kiel und als Präsident des Landgerichts in Itzehoe. Zudem wirkte er als Vorsitzender einer bundesweiten Kommission zur Reform des Strafvollzugs mit und engagierte sich in der Straffälligenhilfe.
In Villigst engagierte sich von Campenhausen von 1991 bis 2007 im Vorstand – ab 1997 in dessen Haushaltsausschuss. Ab 1998 war er stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Studienwerks. Im Mai 2007 verließ er den Vorstand aus Altersgründen.
Das Evangelische Studienwerk würdigt das langjährige Engagement Otto Freiherr von Campenhausens.