Monatsspruch Juli

„Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.“ (Jakobus 1,19)

Wieder ein schöner Monatsspruch, diesmal aus dem Jakobusbrief.

Und wieder eine Lebensweisheit, ein Rezept für den bekömmlichen Umgang – das Miteinander.

Zuhören ist das erste, das Wichtigste! Schnell soll mensch bereit sein zuzuhören, dem/der Anderen Gehör zu schenken, sich auf ihn/sie einzulassen, konzentriert bei der Sache sein. Nicht nur in der Politik habe ich den Eindruck, dass dieser Maßstab immer mehr Menschen abhanden kommt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Zweiten in unserem Monatsspruch: langsam zum Reden. Auch dieser Ratschlag bedarf des Artenschutzes. Erst einmal Nachdenken, bevor ich etwas sage, Ruhe bewahren, abwägen und sorgfältig formulieren. Persönlich finde ich das deutlich schwieriger als das Zuhören. Schnell ist eine Reaktion erfolgt, ein Wort gesagt, welches sich nicht mehr zurückholen lässt. Das habe ich schon öfter bedauert und mich manchmal auch über meine Flapsigkeit geärgert.

Und dann das Dritte: langsam zum Zorn. Nur nicht aus der Ruhe bringen lassen und nicht aus der Haut fahren. Wenn schon zornig, dann in Ruhe. Klappt auch nicht immer, ist aber durchaus empfehlenswert.

Eine herzliche Gratulation allen, die es hinbekommen mit dem schnellen (Zu-)Hören, dem bedächtigen Reden und dem seltenen Zorn.

Allen anderen – unter Einschluss meiner selbst – gilt: immer wieder probieren.

Einen sonnigen Juli und schöne Ferien für alle, die welche haben.

Ihr/Euer Wolfram Gauhl



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