| Sommeruniversität 2013 – D ALLTAG(S)GESTALTEN |
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Seminare:
D 1/ Gesellschaft im Spiegelbild der Demenz Die biomedizinische Betrachtungsweise des Phänomens Demenz ist im wissenschaftlichen Diskurs vorherrschend und führte zu einer stigmatisierenden Betrachtungsweise von Menschen mit Demenz (»leere Hüllen«) sowie zur Ausgrenzung. Seit einigen Jahren rückt die Demenz immer mehr ins Blickfeld sozialpolitischer und gesellschaftlicher Debatten. Dadurch wird es möglich, das Phänomen aus anderen Perspektiven zu betrachten, die sich grundsätzlich mit dem Menschsein beschäftigen. Was heißt es, eine »Person« zu sein? Wann ist ein Mensch »normal«? Wie erfolgen diesbezüglich Abgrenzungen und Zuordnungen? Wodurch werden diese erzeugt?
Mittels Diskussionen, Textarbeit und Analyse von Film- und Bildmaterial soll erarbeitet werden, wie Prozesse der Kategorisierung, ihre Grenzziehungen und Verschiebungen, ihre Mechanismen und Aufrechterhaltung anhand der Zuschreibungen »dement« beziehungsweise »nicht-dement« wirksam werden. Leitung: Dr. Andrea Newerla, Verena Rothe Dauer: 5 Tage
D 2/ Stadtentwicklung im Verborgenen – Regionalisierung und Repräsentation von Alltagspraxis, Politik und Wirtschaft in Metropolräumen Wer an große Städte oder Metropolen denkt, assoziiert zumeist klassische Symbole der europäischen Stadt: für Hamburg Rathaus und Michel, für München Marienplatz und Rathaus, für Heidelberg Schloss und Fluss. Dabei sind diese Zentren längst nur noch einzelne, wenn auch herausgehobene Elemente in stadtregionalen Verflechtungsmustern. Diese sind zwar in alltäglichen Praktiken selbstverständlich, sie werden aber nur selten statistisch-analytisch erfasst, kaum symbolisch repräsentiert und nicht angemessen politischplanerisch gestaltet. Für Stadtforschung, Raumwahrnehmung und Politik sind sie somit »unsichtbar«. Dauer: 7 Tage
D 3/ Private Sphären – Öffentliches Interesse Dauer: 5 Tage
D 4/ Einsamkeit: Zur Sichtung einer unsichtbaren Erfahrung Einsamkeit ist unsichtbar. Als psychischer Zustand ist sie zwar eine vertraute Selbsterfahrung, sie entzieht sich aber konsequent den Blicken der Umwelt. Trotzdem steht Einsamkeit häufig im Blickpunkt der Öffentlichkeit. Im Seminar wird untersucht, wie das Thema in den Wissenschaften, den Medien und den Künsten dargestellt wird, welche gesellschaftlichen und politischen Interessen dabei im Hintergrund stehen und welches Bild von der Einsamkeit sich dadurch schließlich in unserer Kultur konstituiert. Veranstaltungsort: Haus Villigst Dauer: 5 Tage |
