Sommeruniversität 2013 – B WISSENSCHAFT UND WISSENSCHAFTSKRITIK

 

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Seminare:

 

B 1/ Das Universum verstehen?
Die Neugierde ist untrennbar mit dem menschlichen Wesen verbunden. Wir stellen stets die Frage, wie etwas entstanden ist und wie es sich verändert. Generationen von Wissenschaftlerinnen haben alles Sichtbare dahingehend
untersucht.
Wir sehen heute über viele Größenordnungen hinweg, was die Welt im Innersten zusammenhält und dass wir auf einem winzigen Staubkorn in den Weiten einer expandierenden Raumzeit dahinrasen. Wir haben sogar gelernt, in
die Vergangenheit zu sehen, bis hin zu einem Urknall. All das haben wir zu einem schlüssigen Weltbild zusammengetragen. Jüngste Beobachtungen weisen jedoch auf bislang Unsichtbares hin. Unser Weltbild ächzt und knarrt unter
dieser Last.
An sieben Seminartagen werden folgende Themen diskutiert: Wie sieht man das Unsichtbare? Was war vor dem Urknall? Wie konnte alles aus dem Nichts entstehen? Wie ist das Leben auf unserem Planeten entstanden und sind wir allein im Universum? Ist noch Platz für Gott im wissenschaftlichen Weltbild?

Leitung: Dr. Josef M. Gaßner
Veranstaltungsort: Haus Villigst

Dauer: 7 Tage
Zeitraum: 19. bis 25. August 2013

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B 2/ Wie transparent ist der Wissenschaftsbetrieb? Über den Einfluss wirtschaftlicher Interessen auf die Freiheit von Forschung und Lehre
Freiheit und Unabhängigkeit, Forschung und Lehre haben in Deutschland Verfassungsrang. Wissen ist ein von der Wissenschaft bereitgehaltenes Medium für die Orientierung und Fortentwicklung aller gesellschaftlichen Bereiche.
Man muss sich darauf verlassen können, dass die primäre Funktion der Wissenschaft, unablässig nach Wahrheit zu suchen, nicht durch sekundäre Interessen verfälscht wird. Wenn Hochschulen und Forschungseinrichtungen von
Wirtschaftsinteressen gegängelt und durch Lobbyisten und Investoren in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, wird Wissen eine Erscheinungsform von Geld und schafft Misstrauen und Ratlosigkeit.
Das Seminar will versuchen, diese oft versteckten Einflüsse sichtbar zu machen und Möglichkeiten aufzeigen, wie das Vertrauen in Forschung und Lehre stabilisiert werden kann. Dabei werden neuere Entwicklungen wie das Web 2.0 und die Bewegung der Open Science beziehungsweise des Open Access in die Diskussion einbezogen.

Leitung: Dr. Wolfgang Wodarg
Veranstaltungsort: Haus Villigst

Dauer: 5 Tage
Zeitraum: 26. bis 30. August 2013

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B 3/ Gehirn, Musik und Emotion
Musik zu hören und dabei Emotionen zu empfinden ist ein Phänomen, welches vermutlich jedem Menschen bekannt ist. Doch weshalb ist dies überhaupt so? – Beim Musikhören und Musizieren werden psychologische Prozesse in Anspruch genommen, weshalb Musik ein ideales Werkzeug zur Untersuchung von Gehirn und Psyche ist. Musik kann uns emotional anstecken, sodass wir beim Hören eines fröhlichen Stückes meist unbewusst zu lächeln beginnen. Die leichte Aktivität der Gesichtsmuskulatur
kann mit Messungen sichtbar gemacht werden. Dies bewirkt wiederum einen Umschwung der Gefühle, da der Mensch körperliche Informationen zur Einschätzung des eigenen emotionalen Zustands nutzt.
Wir brauchen keine Neurowissenschaft, um Musik zu verstehen (auch Bach konnte schließlich ohne einen Gehirnscanner komponieren), doch wir brauchen Musik, um das Gehirn zu verstehen. Das Seminar beschäftigt sich mit musiktheoretischen, neurowissenschaftlichen und musikpsychologischen Konzepten und führt zu einer neuen Theorie der Musikpsychologie.

Leitung: Prof. Dr. Stefan Koelsch
Veranstaltungsort: Haus Villigst

Dauer: 5 Tage
Zeitraum: 2. bis 6. September 2013

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