Stellenausschreibung Sachbearbeitung

Wir suchen zum 1. Oktober 2016, voraussichtlich bis 31. Januar 2018, für 30 Wochenstunden als Elternzeitvertretung eine/-n Sachbearbeiter/-in im Ressort Forschungsförderung, Gehaltszahlung nach BAT KF EG 8. Die ausgeschriebene Stelle umfasst Arbeitsaufgaben im Ressort Forschungsförderung, das für die Auswahl und Begleitung der Promovierenden zuständig ist, Veranstaltungen für Promovierende sowie auch Ringvorlesungen an Universitäten anbietet und wissenschaftliche Publikationen betreut. Hier finden Sie die komplette Ausschreibung.

 

 

Monatsspruch für Juli von Pfarrerin Kerstin Söderblom

„Gott gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen Gottes vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will und ich schenke Erbarmen, wem ich will.“ (2. Mose 33,19)

Mose wollte Gottes Antlitz sehen. Zur Versicherung, zur Stärkung. So einiges hatte er schon mit den Israelitinnen und mit Gott erlebt, seit sie aus der Sklaverei in Ägypten geflohen waren und entkräftet, hungrig und durstig durch die Wüste zogen. Endlich kamen sie am Berg Sinai an. Endlich konnten sie eine längere Pause machen. Mose nutzte sie, um auf den Berg Sinai zu steigen und mit Gott zu sprechen. Er bekam von Gott die Gesetzestafeln. Als Mose vom Berg Sinai zurück kam, tanzten seine Leute um ein aus Schmuck gegossenes Goldenes Kalb. Das war zu viel für Mose. Er wurde wütend, zerschmetterte die von Gott erhaltenen Gesetzestafeln und veranlasste, das Götzenbild umgehend wieder einzuschmelzen. Mose ging danach erneut auf den Berg Sinai, um sich mit Gott zu besprechen. Aber nun brauchte Mose handfeste und sichtbare Vergewisserung. Er wollte Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Der obige Vers ist Gottes Antwort darauf.

Gott versprach, in seiner ganzen Schönheit an Mose vorbeizuziehen. Im Hebräischen heißt Schönheit eigentlich Glanz. Das Wort ist hergeleitet von dem Wort „Kabod“ (schwer sein). Im doppelten Sinn des Wortes: Schwer an Gewicht und schwer an Würde. So schwer, dass kein Mensch diesen Glanz tragen oder aushalten kann (2. Mose 33, 20-23). Auch sein treuer Gesandter Mose konnte das nicht. Gott hielt ihm daher die Hand vor Augen. Mose konnte Gottes Angesicht nicht sehen, als Gott an ihm vorüber ging. Gottes Glanz hat er trotzdem gespürt und vor allem Gottes Namen gehört.

Gottes Glanz ist nicht abbildbar. Deshalb gilt auch das biblische Bilderverbot. Übertragen heißt das: Gott ist nicht definierbar, nicht etikettierbar oder kategorisierbar. Niemand besitzt Gott, niemand kann Gott fassen. Gott bleibt immer die ganz Andere. Eine Kraft, die unverfügbar bleibt für menschliche Ideologie und menschliche Pläne. Eine Vollmacht, die Gnade und Erbarmen gewärt. Gottes Glanz lässt sich weder in ein Goldenes Kalb pressen noch in irgendeinen anderen materiellen Wert. Gott übersteigt menschliche Grenzen .

Gleichzeitig ist Gott ansprechbar. Zwiesprache ist möglich! Gott hat mit Mose gesprochen. Und nicht nur mit ihm. Im Gebet, beim Meditieren, auf einem Berg, in Gemeinschaft. Gott ist da.
„Ich bin der, der ich sein werde“, sagte Gott zu Mose, als er mit ihm das erste Mal sprach. Und Gott wurde zur befreienden Kraft aus der Unterdrückung in Ägypten, zur sichtbaren Wolke am Tag und zur Feuersäule in der Nacht, um den Geflüchteten Orientierung in der Wüste zu geben. Gott blieb da. Sichtbar, spürbar. Und doch ganz anders als gedacht.

Gesegnete Sommerwochen und liebe Grüße aus Villigst von Kerstin Söderblom

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Ringvorlesung in Berlin: Sprachen des Unsagbaren

Stipendiatinnen und Stipendiaten des Evangelischen Studienwerks haben in Kooperation mit der Humboldt-Universität zu Berlin für das Sommersemester 2016 eine Ringvorlesung zum Thema "Sprache des Unsagbaren. Zum Verhältnis von Theologie und Gegenwartsliteratur" organisiert. Welche kreativen und hermeneutischen Potentiale werden von Literatur und Theologie in wechselseitiger Aneignung freigesetzt? WissenschaftlerInnen wie AutorInnen machen sich die Topoi des jeweils anderen zu eigen und erschaffen auf diese Weise Neues auf ihrem Gebiet. Was sind die Facetten und Dynamiken derartiger Transformationen und in welcher Beziehung stehen sie zur Gegenwart? Die Ringvorlesung an der Humboldt-Universität zu Berlin läd Autorinnen, Theologinnen
und Literturwissenschaftlerinnen zu Erkundungen im Grenzgebiet zwischen Eigenem und Fremden ein.

Der Flyer kann hier heruntergeladen werden.

JP2016

Jahresprogramm 2016

Die Veranstaltungen des Evangelischen Studienwerks für 2016 auf einen Blick – das bietet das neue Jahresprogramm. Es lädt dazu ein, das Evangelische Studienwerk näher kennen zu lernen und die Vielfalt der Angebote zu entdecken. Ob Sommeruniversität zum Thema »aufbrechen«, Pfingsttreffen, Mentoringprogramme, Regionalgruppenveranstaltungen oder Ringvorlesungen – für alle Generationen und Interessen ist etwas dabei. Wir laden Sie herzlich ein, unsere Angebote für interdisziplinäre und generationenübergreifende Diskussionen zu nutzen.

Bitte beachten Sie: In der gedruckten Fassung haben sich zwei Fehler eingeschlichen: Das Seminar C 5 findet nun nicht in Meißen, sondern in Villigst statt. Beim Seminar A 2 steht eine falsche Beschreibung. Den korrekten Text können Sie auf S. 43 der digitalen Version lesen.

Hier können Sie das Programm als pdf herunterladen. [4,0 MB]

 raumundmaterie

Publikation: Raum und Materie

Herausgegeben von Eberhard Müller. Dieser Band bietet ein weitgespanntes Spektrum aktueller Forschung mit
neuesten Ergebnissen aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Physik. Der thematische Bogen wird von den Grundlagen der relativistischen Quantenphysik bis hin zu der nanotechnologischen Festkörperphysik und extremen Konfigurationen der Atomphysik gespannt. Die Autoren haben in ihren Beiträgen den Spagat gewagt, anspruchsvolle Forschung wissenschaftlich präzise und zugleich verständlich zu vermitteln. Der Band will zum Dialog zwischen unterschiedlichen physikalischen Spezialdisziplinen beitragen und zugleich diese Spezialdisziplinen einer interessierten wissenschaftlichen Öffentlichkeit erschließen. Er spricht interessierte Studierende und Lehrende an. Und er lädt angehende Forscherinnen und Forscher ein, die Anregungen zur Orientierung im komplexen Feld der Physik suchen.

Mehr Informationen auch zum Bezug im Bereich Publikationen.

 

Monatsspruch Juli

„Gott gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit vor dir vorüberziehen lassen und den Namen Gottes vor dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will und ich schenke Erbarmen, wem ich will.“ (2. Mose 33,19)

Mose wollte Gottes Antlitz sehen. Zur Versicherung, zur Stärkung. So einiges hatte er schon mit den Israelitinnen und mit Gott erlebt, seit sie aus der Sklaverei in Ägypten geflohen waren und entkräftet, hungrig und durstig durch die Wüste zogen. Endlich kamen sie am Berg Sinai an. Endlich konnten sie eine längere Pause machen. Mose nutzte sie, um auf den Berg Sinai zu steigen und mit Gott zu sprechen. Er bekam von Gott die Gesetzestafeln. Als Mose vom Berg Sinai zurück kam, tanzten seine Leute um ein aus Schmuck gegossenes Goldenes Kalb. Das war zu viel für Mose. Er wurde wütend, zerschmetterte die von Gott erhaltenen Gesetzestafeln und veranlasste, das Götzenbild umgehend wieder einzuschmelzen. Mose ging danach erneut auf den Berg Sinai, um sich mit Gott zu besprechen. Aber nun brauchte Mose handfeste und sichtbare Vergewisserung. Er wollte Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Der obige Vers ist Gottes Antwort darauf.

Gott versprach, in seiner ganzen Schönheit an Mose vorbeizuziehen. Im Hebräischen heißt Schönheit eigentlich Glanz. Das Wort ist hergeleitet von dem Wort „Kabod“ (schwer sein). Im doppelten Sinn des Wortes:  Schwer an Gewicht und schwer an Würde. So schwer, dass kein Mensch diesen Glanz tragen oder aushalten kann (2. Mose 33, 20-23). Auch sein treuer Gesandter Mose konnte das nicht. Gott hielt ihm daher die Hand vor Augen. Mose konnte Gottes Angesicht nicht sehen, als Gott an ihm vorüber ging. Gottes Glanz hat er trotzdem gespürt und vor allem Gottes Namen gehört.

Gottes Glanz ist nicht abbildbar. Deshalb gilt auch das biblische Bilderverbot. Übertragen heißt das: Gott ist nicht definierbar, nicht etikettierbar oder kategorisierbar. Niemand besitzt Gott, niemand kann Gott fassen. Gott bleibt immer die ganz Andere. Eine Kraft, die unverfügbar bleibt für menschliche Ideologie und menschliche Pläne. Eine Vollmacht, die Gnade und Erbarmen gewärt. Gottes Glanz lässt sich weder in ein Goldenes Kalb pressen noch in irgendeinen anderen materiellen Wert. Gott übersteigt menschliche Grenzen .

Gleichzeitig ist Gott ansprechbar. Zwiesprache ist möglich! Gott hat mit Mose gesprochen. Und nicht nur mit ihm. Im Gebet, beim Meditieren, auf einem Berg, in Gemeinschaft. Gott ist da.
„Ich bin der, der ich sein werde“, sagte Gott zu Mose, als er mit ihm das erste Mal sprach. Und Gott wurde zur befreienden Kraft aus der Unterdrückung in Ägypten, zur sichtbaren Wolke am Tag und zur Feuersäule in der Nacht, um den Geflüchteten Orientierung in der Wüste zu geben. Gott blieb da. Sichtbar, spürbar. Und doch ganz anders als gedacht.

Gesegnete Sommerwochen und liebe Grüße aus Villigst, Kerstin.

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